23. April 2016  /// Energie

30 Jahre Tschernobyl

Der Atomreaktorunfall am 26. April 1986 war ein Tag, der unser aller Leben veränderte. Weite Regionen Europas wurden damals durch radioaktiven Fall-Out kontaminiert. Auch heute, 30 Jahre danach, sind Langzeitfolgen noch immer nachweisbar. Aktuelle Messdaten weisen eine Bodenkontamination mit Cäsium 137 nach.

Morgen wird in Österreich ein neuer Bundespräsident oder vielleicht sogar zum ersten Mal eine Bundespräsidentin gewählt. Fünf Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima und 30 Jahre nach Tschernoby haben wir deshalb die KandidatInnen für das höchste Amt gefragt:

Wie hat der 26. April 1986 Ihr Leben verändert?

Von zwei Kandidaten haben wir bisher eine Antwort erhalten.

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Rudolf Hundstorfer, SPÖ
„Der Reaktorunfall in Tschernobyl war erschütternd und hat unsere Gesellschaft wachgerüttelt. Die Katastrophe hat gezeigt, dass der österreichische Weg – gegen Atomkraft – der richtige ist. Ich bin froh über die Entwicklung, dass sehr viel in Erneuerbare Energien investiert wird, denn dort liegt die Zukunft.“

Andreas Khol, ÖVP
Khol habe bereits im Jahr 1978 „gegen die Inbetriebnahme von Zwentendorf gestimmt“ da er nicht an „die Beherrschbarkeit dieser Technologie geglaubt“ habe. Entgegen anderer Hoffnungen, dass sich das möglicherweise ändern würde, habe Fukushima diese Annahme zuletzt bestätigt. Auch im Hinblick auf eine Terrorgefahr, müssten alle Atomkraftwerke abgeschaltet werden.

Er werde daher „als Bundespräsident eine Initiative ergreifen, wonach die grenznahen Atomkraftwerke in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, der Schweiz und Slowenien abgeschaltet werden.“ In Deutschland sei dies ohnehin schon auf dem Weg.

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