17. Juli 2015  /// Gesellschaft Griechenland Leben

Athener Tagebuch (14)

Gute Nachrichten für Griechenland. Das ist ja ganz was Neues!
Erst wird bekannt, dass die Kredit-Brücke von sieben Milliarden € steht, dann die Erhöhung der ELA (Emergency Liquidity Assistance) um 900 Millionen. Und jetzt sollen auch noch die Banken am Montag wieder geöffnet werden! Ganz davon abgesehen, dass auch wieder mehr Touristen nach Hellas kommen.

Das ist zu viel des Guten. In wenigen Stunden so viele positive News.
Das gab es schon lange nicht mehr. Aber, man kann sich daran gewöhnen.
Auch wenn es uns schwer fällt, WIR müssen uns wieder daran gewöhnen.

Spaß beiseite, obgleich uns der Galgenhumor seelisch bei der Stange hält.
Jetzt wird der erste kleine Schritt zurück zur Normalität gemacht.
Und ich kann Euch allen sagen: „Es ist ein wunderbares Gefühl!“

Die Sender zeigen wieder lächelnde Menschen in den Straßen. Touristen, die sich darüber beschweren, dass man in ihren Herkunftsländern Katastrophen-Bilder zeige. Die ganz erstaunt sind, wenn sie durch die Altstadt laufen und hier doch alles so ist wie auf den Postkarten. Ein buntes Gewimmel von Sprachen aus aller Welt, um wenigstens einmal in ihrem Leben die Akropolis und den Parthenon sehen wollen.

Die in der Plaka (Altstadt, unter der Akropolis) in einem gemütlichen Cafe sitzen und den heiß begehrten Freddo trinken. Den es übrigens ausschließlich in Griechenland gibt. Lecker, erfrischend, mit einem Schuss Espresso und frisch geschlagener Milch und vielen, vielen Eiswürfeln.

Sie sitzen in den Tavernen. Die Tische und Stühle wackeln zwar, weil die Plaka nicht auf geradem Beton gebaut ist, sondern auf jahrhundertealten Steinen, die nun mal uneben sind. Aber der Kellner schiebt einfach ein Stück Papier unter das eine Tischbein und schon kann die Bestellung aufgenommen werden. Man isst und trinkt, man lacht und plaudert und erfreut sich der griechischen Gastfreundschaft. „Ach wie ist das Leben schön“, kann man in ihren Gesichtern ablesen.

Wir fahren übrigens häufig in die Altstadt auf einen Freddo und gehen in ein Cafe abseits vom Touristenstrom. Ein Geheimtipp. Kommt einfach mal nach Athen, liebe Leser, dann zeigen wir Euch dieses Athen, wie es in keinem Guide zu finden ist.

Ich wette darauf, Ihr werdet Euch auch in diese Stadt verlieben. So wie ich!

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