CIPRA
Bild: CIPRA
11. Oktober 2015  /// Bewegung Gesellschaft Leben

CIPRA – Für den Wandel in den Alpen

Die internationale NGO, CIPRA (Commission Internationale pour la Protection des Alpes) setzt sich seit 1952 für eine nachhaltige Entwicklung der Alpen ein. Die Geschäftsstelle des alpenweiten Netzwerkes befindet sich in Liechtenstein. Sieben Alpenstaaten und über 100 Organisationen sind Mitglieder der CIPRA. CIPRALetztes Wochenende fand die CIPRA-Jahrestagung statt. Das Thema: „Handle für den Wandel! Damit es nicht bei Absichtserklärungen bleibt“. Die Diskussionen waren vielseitig und zum Teil kontrovers. Einig war man sich aber in dem Befund, dass alle BürgerInnen den Wandel vorantreiben müssen und das dies nur mit Unterstützung der Politik gelingen kann.

CIPRADie Schweizer Umweltpsychologin und Senior Projektleiterin von econcept AG, Annette Jenny unterstrich, dass echte Verhaltensänderungen im Sinne nachhaltiger Lebensstile nicht nur Kopf- sondern auch Herzenssache seien. Menschen änderten ihr Verhalten dann, wenn sie das Gefühl hätten, „Teil eines grossen Ganzen“ zu sein. Das gehe nicht von heute auf morgen. Man müsse es einüben. Und hier sei auch die Politik gefragt.

CIPRA Viele Initiativen nutzten die Veranstaltung, um sich zu präsentieren: u. a. OstsinnSymbiose, das Projekt probier amol des Energieinstitut Vorarlberg, natopiafundus agriculturaTransition town Tirol, Bodenfreiheit2000 Watt, Verkehrsclub Liechtenstein und  Solargenossenschaft Liechtenstein.

CIPRA Ganz besonders im Rampenlicht stand die Jugendorganisation Youth Alpine Express. Bei diesem Projekt geht es vor allem darum, dass Jugendliche nachhaltig durch die Alpen reisen. Auf ihrer neuen Online-Plattform YAPP vernetzen sich Jugendliche und Jugendorganisationen. Ein Blick auf die Plattform ist lohnenswert: Sie informiert über alle Organisationen, die sich für die Alpen einsetzen, welche Veranstaltungen stattfinden und wie man selber aktiv werden kann.

CIPRA Claire Simon, Geschäftsführerin von CIPRA international, äußerte sich sehr zufrieden über den Tagungsverlauf. Seit ihrer Gründung arbeite die CIPRA daran, dass im Alpenraum Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen. Immer wieder probiere man neue Interventionsformen aus, um den gesellschaftlichen Wandel voranzutreiben. CIPRA Die CIPRA-Jahresfachtagung habe sehr dazu beigetragen, immer mehr Klarheit darüber zu erhalten, was Menschen am meisten motiviere und was Veränderungen ermögliche. Simon appellierte an alle TeilnehmerInnen und BürgerInnen, bei der nächsten Dienstreise in die Alpen nachhaltige Mobilitätsangebot zu wählen und den Urlaubsort nach ökologischen Kriterien zu wählen.

Quellen und weitere Informationen:

www.cipra.org

www.yapp-network.org

youthalpineexpress.eu

 

 

 

 

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