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Bild: GWÖ
10. Februar 2016  /// Schwerpunkt Gemeinwohl

Das große Gemeinwohl-Fest im Volkstheater Wien

Am 13. Februar 2016 geht im Volkstheater in Wien das erste große Fest der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) über die Bühne. Fünf Jahre ist es her, dass Christian Felber die internationale Bewegung der Gemeinwohl-Ökonomie initiierte. Aus dem ganzen deutschsprachigen Raum treffen sich dort deren aktive UnterstützerInnen, zu denen auch die ProponentInnen der Bank für Gemeinwohl zählen. Diese Bank ist noch in der Gründungsphase, aber auf gutem Weg, wie die gesamte Gemeinwohl-Ökonomie. Für die Hauptorganisation verantwortlich sind Christian Felber (Mitiniatiator der GWÖ), Marina Stögner und Andreas Giselbrecht vom GWÖ-Team Wien sowie Elke Schlitz vom Projekt Bank für Gemeinwohl. Eine Medienkooperation mit der Wiener Zeitung ermöglicht es, das Fest im Volkstheater zentral in Wien zu veranstalten.

Prominente Gäste

Zu den prominenten Gästen im Volkstheater zählen Josef Hader, Konstantin Wecker und die indische Aktivistin Vandana Shiva. Was soll nun das Fest bewirken? Und sind die Eintrittskarten wirklich so teuer? Karin Chladek fasst die wichtigsten Hintergründe vorab für N21 zusammen.

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Zeit für ein öffentliches Zeichen

Es sei Zeit, ein öffentliches Zeichen zu setzen, auch, weil die Gemeinwohl-Ökonomie in den letzten fünf Jahren zu einer beachtlichen Größe herangewachsen ist, meint Christian Felber. Das werde von der breiten Öffentlichkeit noch zu wenig wahrgenommen, obwohl die GWÖ inzwischen in 50 Staaten aktiv vertreten ist und es mehr als 80 regionale Gruppen gibt. Alle VertreterInnen der Gemeinwohl-Ökonomie aus dem deutschsprachigen Raum reisen auf eigene Kosten an. Das geht noch, wenn man etwa aus Hannover oder Berlin kommt, aber für die meisten etwa aus Spanien würde es teuer kommen. Das ist – neben den ökologischen Effekten – der Hauptgrund, warum das Fest auf den deutschsprachigen Teil der GWÖ zentriert ist.

Nach einer allzu ruhigen Weihnachtszeit, die schon für Bangen im Organisationsteam sorgte, gingen die Karten weg wie warme Semmeln. Eine Woche Wochen vor dem Fest ist das Volkstheater, in dessen großem Saal 800 Leute Platz finden, ausverkauft.

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Das GWÖ-Team bei der Besichtigung des Volkstheaters in Wien (Foto: GWÖ)

Junger Wald GWÖ

Andreas Giselbrecht vergleicht die Gemeinwohl-Ökonomie mit einem wachsenden Wald: „Wenn man jede Woche darauf blickt, wird man nicht viel wahrnehmen. Wenn man aber nach fünf Jahren wieder an die Stelle kommt, an der der junge Wald wächst, wird man angesichts der Veränderung überwältigt sein. Dieses Wachsen des Waldes ist leise und unaufgeregt, aber es passiert mit einer ganz starken Kraft. So ist das auch mit der GWÖ.“

Eintrittspreise

Im Vorfeld wurde Kritik an den Eintrittspreisen laut. Wieso kostet ein Fest Eintritt?

Dazu Andreas Giselbrecht: „Natürlich ist es primär ein Fest für unsere Aktiven. Aber nicht nur. Wir haben noch viel vor, etwa den Aufbau einer Service-Plattform für Städte und Gemeinden und andere Projekte. Professionalisierung kostet. Auch das Fest kostet etwas. Wir wollen auch betonen, dass das alles einen Wert hat. Wir schaffen Werte für die Zukunft.“ Im Sinne der GWÖ wurde von Anfang an auf eine sozialverträgliche, gestaffelte Tarifgestaltung geachtet. Es gibt einerseits die hochpreisigen Unterstützer-Kategorien, die bei 100 Euro starten. Aber es gibt auch Tickets für Studierende, Mobilpass-InhaberInnen, PensionistInnen und Kooperationspartner um 25 Euro, dann Tickets um 50 Euro für Genossenschaftsmitglieder der Bank für Gemeinwohl und GWÖ-Vereinsmitglieder, und für aktive Mitglieder und AktivistInnen Tickets um 10 Euro. 500 der 800 Tickets wurden zu ermäßigten Preisen verkauft. Gelder, die auf der Plusseite eingenommen werden, fließen direkt in Projekte.

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