Walter Mathes
Bild: Walter Mathes
6. Februar 2016  /// Gesellschaft Meinung

Die Beschlüsse sind beschlossen: jetzt müssen wir sie umsetzen!

Das Jahr 2015 ging mit zwei wichtigen Entscheidungen für die Verbesserung der Welt zu Ende. Im September verabschiedeten die Vereinten Nationen die Sustainable Development Goals (SDGs) und im Dezember wurde bei der Weltklimakonferenz ein Vertrag unterzeichnet, der den gefährlichen Klimawandel auf ein verträgliches Maß reduzieren soll. Zwei Papiere, die die Welt zwar nicht retten, aber dabei helfen können, die Entwicklung in eine bessere Richtung zu lenken. Wenn, ja wenn, es gelingt, diese Beschlüsse (und mehr!) umzusetzen. Weltweit, vor allem aber auch bei uns. In Deutschland, Österreich, in Europa.

Das sind die wesentlichen Herausforderungen für 2016. Denn die Beschränktheit der natürlichen Ressourcen und Folgen ihres Verbrauches machen uns zunehmend zu schaffen. Dies verlangt von uns die Wirtschafts-, Produktions- und Konsumweise sowie ökologischer, ökonomischer, humanitäre und sozialer Verhältnisse zu ändern. Die Flüchtlingskrise ist nur ein besonders augenfälliges Symptom dieser Entwicklung. 2016 ist somit ein wichtiges Jahr für die Herstellung von Gerechtigkeit und Gleichgewicht – in all ihren Dimensionen.

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Wir haben uns mit N21 vorgenommen, weiterhin über all die Ansätze und Erfolge zu berichten, die es auf diesem Weg zu vermelden gibt. Forschungsergebnisse, Strategien und Politiken werden uns dabei ebenso beschäftigen wie ganz konkrete Projekte und Schritte zur Umsetzung – für ein Gutes Leben mit einem Bruchteil des heutigen Ressourcenverbauchs. Wir haben uns in den vergangenen Wochen Zeit genommen, um Kraft und neue Ideen zu sammeln und die Website zu überarbeiten und sind dabei, die N21-Genossenschaft zu gründen, in der JournalistInnen, LeserInnen und alle an unseren Themen Interessierten gemeinsam das neue Medium entwickeln.

Wir möchten dieses neue Medium nicht nur für Sie sondern mit Ihnen gemeinsam gestalten. Als Mitglied der gerade in Gründung befindlichen N21-Genossenschaft, als Ideengeber, aktive Kommentiererin, …

Unser Anspruch ist, dabei

  • tiefgründig
  • kritisch
  • positiv (gute Nachrichten)
  • lösungsorientiert
  • mit Kontext
  • partizipativ
  • verknüpfend, ganzheitlich
  • vielfältig

zu sein und gemeinsam mit Ihnen über diese Werte zu reflektieren, aber auch ganz konkret über unsere Themen und Texte (vor und nach der Veröffentlichung). Gemeinsam bleiben wir an den Themen dran, schaffen uns Freiraum für Kreativität und verstehen uns als lernendes System.

In diesem Sinn starten wir nun wieder mit online-Beiträgen. Dabei haben wir uns vorgenommen, noch mehr als bisher inhaltliche Schwerpunkte zu setzen. So berichten wir anlässlich des Gemeinwohl-Fests im Wiener Volkstheater eine Woche lang über dieses Event und die dahinter stehenden Aktivitäten der Gemeinwohlökonomie. Und schon eine Woche später begleiten wir die 3. Internationale Konferenz Wachstum im Wandel an der Wirtschaftsuniversität Wien mit einem Workshop zum Thema „Transformationsjournalismus“. Er richtet sich an Menschen, die zu Themen der „Transformation“ schreiben wollen. Inhaltlich stehen Texte im Vordergrund, die die transformative Arbeit in den einzelnen Gruppen/ Bewegungen, aber auch im persönlichen Lebensumfeld darstellen. Die vielfältigen Beiträge zur Konferenz Wachstum im Wandel bieten dabei das Material, Projekte der Transformation erfahrbar und verständlich zu machen, um sie weiter verbreiten zu können. (Ansatz „Good News“, lösungsorientierter Journalismus). Dafür sind noch Plätze frei.

Und nächste Woche erscheint auch wieder Dieter Bartels’ Athener Tagebuch. „Schwerpunkt-Themen“ behandeln wir in Serien über mehrere Wochen oder auch geballt mit 1-2 Artikeln pro Tag. Wir möchten uns aber auch nicht unter zu viel Druck setzen, solang die finanzielle Decke mangels Abonnements noch relativ dünn ist. Für die kommenden Monate planen wir aber jedenfalls, unser Schwerpunkt-Thema Bekleidung weiter aufzunehmen (dazu erscheint am Montag ein großer Artikel von Anna Holl) und möglicherweise auch das Thema „Geld“ wieder intensiver zu beleuchten. Außerdem werden wir uns den Planetaren Grenzen widmen und unsere Lebensgrundlage Boden näher betrachten (im Großen wie im kleinen).

Wie viel und intensiv, liegt auch daran, wie gut es uns gelingt, Einkommen mit dieser Arbeit zu erwirtschaften. Guter Journalismus muss auch gut bezahlt werden. Bislang arbeiten wir rein ehrenamtlich und haben auch schon einen fünfstelligen Betrag in Technik und Website investiert. Ihre Mitgliedsbeiträge (Abonnements) ermöglichen uns völlig unabhängen Journalismus. Verpflichtet nur uns selbst. Wie Sie uns weiter unterstützen können, finden Sie hier.

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