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Weltweiter Kampf um existenzsichernde Löhne

29 Euro kostet das T-Shirt aber nur 18 Cent vom Kaufpreis erhalten die Männer und Frauen, die es genäht haben. Textilarbeiter_innen in Bangladesch erhalten rund 19% eines existenzsichernden Grundlohns, in Kambodscha sind es 35 %.  Mehr als 110.000 EuropäerInnen haben bisher die Petition der Clean Clothes Kampagne für existenzsichernde Löhne unterschrieben – auch in Österreich haben sich tausende beteiligt. Die Petition wird im Rahmen des „Living Wage Now Forum”, das vom 12. bis 14. Oktober in Brüssel stattfindet, Unternehmen und politischen Entscheidungsträger_innen übergeben. So sollen sie daran erinnert werden, dass sie für die Bezahlung existenzsichernder Löhne verantwortlich sind. Seit 2013 hat die internationale Clean Clothes Kampagne das Thema existenzsichernde Löhne in Europa bekannt gemacht und Arbeiter_innen weltweit in ihrem Kampf um höhere Löhne unterstützt.

Folgendes Video erläutert, wie dieser Existenzsichernde Lohn für die asiatischen Länder berechnet wird.

Der Existenzlohn
Die weltweit tätige Clean Clothes Bewegung, die auch in Österreich und Deutschland national und regional aktiv ist, fordert einen existenzsichernden Lohn als Menschenrecht. Ein existenzsichernder Lohn soll die Grundbedürfnisse einer Arbeiterin und ihrer Familie befriedigen. Neben einer angemessenen Ernährung zählen dazu Unterkunft, Transport, Kleidung, Bildung, medizinische Versorgung sowie ein geringes frei verfügbares Einkommen für unerwartete Notfälle.

Tatsächlich, so die Kampagnenmacher, sehe für den Großteil der Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie die Realität ganz anders aus. Eine Näherin in Bangladesch müsse 22 Stunden pro Tag, sieben Tage die Woche arbeiten, um unter den jetzigen Bedingungen mit einem existenzsichernden Lohn nach Hause zu gehen. Die „Living Wage Defect“-Website fordert daher Konsument_innen auf, Kleidungstücke symbolisch wegen „mangelhafter” Löhne an Mode-Unternehmen zurückschicken und ein Zeichen für existenzsichernde Löhne in der Bekleidungsindustrie zu setzen.

 

Hier kann man sich an der Kampagne mit einer Unterschrift beteiligen:

http://www.livingwagedefect.eu/de/signature

http://www.livingwagedefect.eu/de/home (Bildquelle)

http://www.saubere-kleidung.de/

http://www.cleanclothes.at/de/

http://www.cleanclothes.org/

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