Christine Ax
Bild: Christine Ax
5. Dezember 2015  /// Umwelt

Helga-Kromp Kolb: Es gibt Zeichen der Hoffnung – aber wir könnten mehr tun

N21: In diesen Tagen findet in Paris die Klimakonferenz statt. Ich war bei dem Klimakonferenz-Simulationspiel, das Sie im Sommer mit den AEMS-TeilnehmerInnen gespielt haben, und fand das sehr interessant. 

Helga Kromp-Kolb: Ich glaube es gibt einige Signale, dass es in die richtige Richtung geht. Die Vorbereitungen von Frankreich sind wirklich sehr gut. Sie bereiten den Boden für Diskussionen und gehen mit gutem Beispiel voran, das neue Gesetz zur Energiewende ist sehr ambitioniert. Diese Dinge sind bei solchen Verhandlungen immens wichtig. Ich glaube die Rahmenbedingungen, rein konferenztechnisch, sind sehr gut. Es gibt aber auch andere Vorzeichen, wie z.B. die neuen Klimaziele der USA und China von Ende 2014. Es scheint so, als ob Obama als Hinterlassenschaft neben seiner Gesundheitsreform, wahrscheinlich doch auch ein Klimaabkommen sehen will. Das heißt von dort kommt ein ziemlicher Druck, zu Lösungen zu kommen.

Es wird langsam auch klarer, dass diese Vorstellung vom ewigen Wachstum nicht realisiert werden kann und man sich Alternativen überlegen muss. Eine Wirtschaft, die nicht mehr auf fossilen Brennstoffe, sondern auf erneuerbaren Energien setzt, ist da schon vom Gedanken her anders, weil viel Geld dann nicht mehr aus dem Land woanders hinfließt, sondern ein wesentlicher Teil des Geldes im Land bleibt.


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