Olaf Konstantin Krueger / KinderLeicht Ernährungsinstitut
(Quelle:  http://www.journalistenakademie.de)
Bild: Olaf Konstantin Krueger / KinderLeicht Ernährungsinstitut (Quelle: http://www.journalistenakademie.de)
16. Dezember 2015  /// Gastkommentar

Klimawende gefährdet Rohölpreis und Stickstoffdünger

Jeder Cent Preisnachlass beim Rohöl wirft uns beim Weltklima ein Stück zurück. Setzt das Signal auf weiter so! Auch da wo wir dringend eine Wende bräuchten – beim Turbo der Welternährung: beim synthetischen Stickstoffdünger.

Seine Existenz hängt direkt vom Rohöl ab und damit auch sein Preis. Für ein Kilo muss die Energie von einem Liter Rohöl verbrannt werden. Doch seine Klimafolgen sind 300 Mal gefährlicher als die des Klimakillers CO2.

Was tun? Auf den Markt vertrauen? Seit 2008 nicht mehr! Diese Lektion haben wir hoffentlich gelernt. Und wissen wir nicht mittlerweile, dass die Schwemme am Ölmarkt eine Politische ist?  Eine Saudi Arabische. Sie kann nur politisch eingedämmt werden. Wenn nicht durch Druck auf Riad, dann doch zumindest durch eine massive Klimaabgabe auf künstlichen Stickstoffdünger. Auch wenn uns zu Weihnachten nach Harmonie ist, hier kann es keine geben. Wenn die Welt ihrem Klimaziel tatsächlich näher kommen möchte, dann muss die Politik jetzt hier die Bremse ziehen.

Landwirtschaft ohne Turbodünger? Undenkbar, unwirtschaftlich, unmenschlich den Hungernden der Welt gegenüber? Doch die sind trotzt Stickstoff bisher nicht satter geworden. Was ihnen fehlt ist eine Landwirtschaft, die ohne Turboinput auskommt, eine ökologische, eine krisensichere, eine klimafreundliche.

Hat der Stickstoffdünger, der Treibstoff der industriellen Landwirtschaft, ausgedient?

Wer die Klimaverhandlungen von Paris Ernst nimmt, kommt an einem „Ja“ wohl nicht vorbei. Keine Klimawende ohne Agrarwende! In Paris wurde das Ende des Turbodüngers eingeläutet.

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