6. Dezember 2015  /// Meinung

COY11: Leider nicht weltbewegend

Letztes Wochenende durfte ich mit COMMIT (www.commitnow.org) einen Workshop auf der Conference of Youth zum Thema (Hochschul-)Bildung der Zukunft machen. Ich habe mich über diese tolle Möglichkeit sehr gefreut, weil ich die Idee „Power of Youth“ absolut mittrage.  Die Idee, dass sich junge Menschen vor der Klimakonferenz treffen, finde ich immer noch grossartig. Denn die Zukunft geht ja vor allem uns an. Wie wichtig unser  Thema Bildung für den Klimaschutz ist, kann man in dem Manifest, das von der COY11 verabschiedet wurde, nachlesen.

Wir lernen bei jedem Workshop, den wir veranstalten,  Menschen kennen, die mit den Bildungssystem unzufrieden sind. Die wichtigen Kritikpunkte: Wichtige Themen werden nicht behandelt und die Themen, die auf der Tagesordnung stehen, werden oberflächlich behandelt. Es fehlt die kritische Reflektion. Und: Unser Bildungssystem fördert den Wettbewerb und nicht die Kooperation. Das ist schade, denn wir müssen sehr viel mehr kooperieren, um die drängenden Probleme lösen.

Die Jugendkonferenz fand in einer grossen Halle im Parc des Expositions in Paris statt. Trotz der zum Teil organisatorisch schwierigen Umstände, ist es uns in unserem Bildungsworkshop gelungen, tolle Projektideen zu entwickeln.

Sehr schade war es, dass die Workshops in keinem klaren Zusammenhang zueinander standen. So schön es war, dass die Conference of Youth so viele engagierte und tolle junge Menschen zusammen bringt, die etwas verändern wollen, war ich am Ende doch enttäuscht. Denn was wir wirklich brauchen, sind gemeinsame Ziele und eine echte Zusammenarbeit, damit die Jugend endlich mit einer Stimme spricht. Alles in Allem war es also nett, aber eben nicht weltbewegend.

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