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25. Mai 2017  /// Bewegung

News und Tipps Nr. 1

Große Transformation und die Medien

Alternativen zum Wachstum als Leitbild der Kommunikation
Konferenz am 10. bis 11. Juli 2017 in der Evangelischen Bildungsstätte auf Schwanenwerder, Berlin

Die Menschen verändern den Planeten in einem bisher nicht gekannten Ausmaß. Nicht umsonst wird von einem neuen Erdzeitalter – dem Anthropozän – gesprochen. Zugleich erreichen uns paradoxe Bilder: Einerseits vertreten viele Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik die Vision eines linearen BIP-Wachstums, andererseits sehen wir zusammenbrechende Ökosysteme und bedrohliche Klimaphänomene. Was uns kaum erreicht, sind Bilder und Hinweise auf Problemlösungen und Potenziale einer „Großen Transformation“, mit der wir der Verantwortung im Anthropozän gerecht werden könnten. Worin liegen die Ursachen? Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung liefern seit Jahren interessante Erkenntnisse: Gibt es ein Kommunikationsversagen der Politik? Eine Veränderung der Medienlandschaft in Richtung Event-Journalismus anstelle eines medialen Mittragens von alternativen Orientierungen und Handlungsmustern?

Die Industriegesellschaften gründen den eigenen Aufstieg seit Jahrzehnten unverändert auf das Wirtschaftswachstum, das sich auch im Journalismus als das grundlegende Narrativ der Wohlstandsgesellschaft durchgesetzt hat. Wie kommuniziert man hingegen eine Wende, die den Herausforderungen des Anthropozäns gerecht werden kann?

Evangelische Akademie zu Berlin

Es ist das Narrativ, Dummkopf!“

Die Tagung thematisiert die Rolle der Medien im anstehenden Transformationsprozess, ihr Versagen bei der Kommunikation von Fakten zum Klimawandel und fragt, wie alternative gesellschaftliche Narrative initiiert werden können, die von einem anderen Fortschritt erzählen. Bei der Kommunikation von Lösungsansätzen stehen auch die Wissenschaft selbst, die Politik und die Zivilgesellschaft vor neuen Herausforderungen.

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Wie geht gemeinwohlorientiertes, gemeinsinniges und gemeinsames Wirtschaften in der Praxis?

Symposium vom 2. bis 5. Juni 2017 in der GEA-Akademie in Schrems, Niederösterreich

Das Pfingstsymposium 2017 nähert sich der Beantwortung dieser Frage in drei Tagen voll von Vorträgen, Workshops und Raum zum Vernetzen. Wir alle spüren, dass es so nicht mehr weitergeht. Wir brauchen neue Lösungen in der Wirtschaft, damit unsere Lebenskraft leichter dahin fließen kann, wo sie wirklich das Leben stärkt.

Zum dritten Mal lädt GEA Waldviertler daher – diesmal gemeinsam mit dem „Rückenwind“-Genossenschaftsverband – zum Pfingstsymposium in die GEA Akademie in Schrems. Von 2. bis 5. Juni 2017 werden nationale und internationale ImpulsgeberInnen ihr Praxiswissen teilen, dazu gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Kunst und Kultur, Filmvorführungen, Gründungsberatung sowie zahlreiche Erfolgsgeschichten bereits umgesetzter Initiativen.

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Frithjof Bergmann kommt!

Eines der Highlights der Veranstaltung: Frithjof Bergmann, Pionier der „Neuen Arbeit“, kommt auf seiner vermutlich letzten Europareise zum Pfingstsymposium nach Schrems. Sein Thema: Eine Gesellschaft ist möglich, die aufhört, den Götzen „Beschäftigung“ anzubeten und stattdessen erkennt, dass das Gegenteil von Lohnarbeit nicht Faulheit ist, sondern vielmehr das Zurückfinden in die eigene Kraft, die uns durch 300 Jahre Kapitalismus weitgehend ausgetrieben wurde.
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Nachhaltigkeit auf dem Evangelischen Kirchentag

Auf dem 36. Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT36), der vom 24. bis 28. Mai 2017 in Berlin und Wittenberg stattfindet, gibt es auch Veranstaltungen zum Thema „Nachhaltigkeit“.

Prominent besetzt ist die Veranstaltung mit dem Titel „Ein neuer Welt-Zukunftsvertrag. Die UN-Nachhaltigkeitsziele verändern unser Leben“ am Donnerstag, 25.5. An ihr nehmen teil:

  • Kontext – was geht uns das an?
    Prof. Dr. Dirk Messner, Vorsitzender Wissenschaftlicher Beirat Bundesregierung Globale Umweltveränderungen, Bonn
  • Konkret – was tut die Regierung?
    Günter Nooke, Persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin, Berlin
  • Kontrovers – wie schaffen wir das?
    Friedel Hütz-Adams, Südwind-Institut, Bonn
    Prof. Dr. Gerhard Prätorius, Leiter Nachhaltigkeit Volkswagen, Wolfsburg
    Atiemo Manukure Sampson, Atomenergiekommission Ghana, Accra/Ghana
    Pirmin Spiegel, Hauptgeschäftsführer Misereor, Aachen
    Marlehn Thieme, Vorsitzende Rat für Nachhaltige Entwicklung, Bad Soden
    Miriam Block, Studentin, Hamburg
  • Moderation: Christiane Grefe, Journalistin, Berlin
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Ein Hauptvortrag am Donnerstag hat den Titel „Der Not ein Ende machen. Wie verringern wir weltweit und wirksam die Armut?“ Daran nehmen teil:

  • Melinda Gates, Bill und Melinda Gates Foundation, Seattle/USA
  • Prof. Dr. William MacAskill, Philosoph, Oxford/UK
  • Dr. Gerd Müller MdB, Bundesentwicklungsminister, Berlin
  • Dr. Klaus Seitz, Leiter Abteilung Politik Brot für die Welt – Ev. Entwicklungsdienst, Berlin
  • Moderation: Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie

Gezeigt wird in Halle 9 die Ausstellung „Nachhaltigkeit leben – Stände zum Mitmachen und Weiterdenken“. Dabei sind unter anderem:

  • Nordrhein-Westfalen – Land der nachhaltigen Entwicklung / Gastgeberland für den Deutschen Ev. Kirchentag 2019 – Landesregierung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
  • Kunst trotz(t) Armut – Gitschiner 15, Zentrum für Gesundheit und Kultur gegen Ausgrenzung und Armut, Berlin
  • Kirchliches Unweltmanagement – KirUm Ökum. Netzwerk Kirchliches Umweltmanagement, Stuttgart
  • Essen wir die Welt? Zukunftsfähige Ernährung – Arbeitsgemeinschaft der Umweltbeauftragten Ev. Kirche in Deutschland (EKD), Hannover
  • Reformation – Transformation – Klima-Allianz, Berlin
  • Upcycling@Kirchentag – Sigrid Ellen Münzberg, Sekundär-Schick, Berlin

Am Freitag, 26. Mai, 17.30-18.30 Uhr, wird nach Köpenick eingeladen, zu der Diskussion „Konziliarer Prozess und die Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 – Chancen und Möglichkeiten zur Umsetzung“.

Mit der Veröffentlichung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen von 2015 bietet sich eine spannende Gelegenheit diese mit dem Konziliaren Prozess zu verbinden. Im Bezirk Treptow-Köpenick kann die Kommunale Ökumene als Netzwerk der Kirchengemeinden verschiedener Konfessionen im Bezirk eine gute Basis dafür sein.  Bei diesem Gemeindeprojekt in der Ev. Stadtkirche St. Laurentius werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele der VN sowie des Konziliaren Prozesses erarbeitet und diskutiert, inwieweit eigene Aktivitäten zu entwickeln und umzusetzen sind.

Seit 1993 engagieren sich Christinnen und Christen für die Umsetzung von Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung und für „säkulare“ Nachhaltigkeitsziele wie die Agenda 21 und seit 2015 die 17 Nachhaltigkeitsziele. Dafür bildete sich unterstützt durch die Ev. St. Laurentius Stadtkirchengemeinde, die Ökumenische Initiativgruppe Eine Welt (OEIGEW).  Die OEIGEW und das später eingerichtete Ökumenische Büro wurden 2013 mit dem Ökumenischen Umweltpreis des Ökumenischen Rates Berlin-Brandenburg ausgezeichnet, u. a. aufgrund der Broschüre „Treptow-Köpenick: Eine Welt-Projekte und Partnerschaften“ (Bild).

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Ethischer Welthandel – Alternativen zu TTIP, WTO & Co

Urania-Vortrag von Christian Felber am 22.5. in Berlin

Auch wenn das Zustandekommen des Freihandelsabkommens TTIP immer unwahrscheinlicher geworden ist, bestehen die vielen Unzulänglichkeiten und Ungerechtigkeiten des Welthandelssystems weiter. Deshalb plädiert der Gründer der Gemeinwohl- Ökonomie-Bewegung dafür, der Ideologie von Freihandel, Standortwettbewerb und noch mehr Globalisierung endgültig abzuschwören. Weniger Hürden soll es dagegen für jene Staaten und Unternehmen geben, die einen Beitrag leisten, um die eigentlichen Ziele des Handels zu erreichen: nachhaltige Entwicklung, Verteilungsgerechtigkeit, kulturelle Vielfalt oder sinnvolle Arbeitsplätze. Diskutieren Sie mit, wie ein ethischer Welthandel aussehen und funktionieren könnte!

Christian Felber, freier Publizist und Autor mehrerer Bestseller, Mitbegründer von Attac Österreich, Solist für zeitgenössischen Tanz, Wien

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Aktionstage Nachhaltigkeit an der Uni Witten/Herdecke

 

Eine gute Woche lang steht die Universität Witten/Herdecke (UW/H) ganz besonders im Zeichen der Nachhaltigkeit. Vom 29. Mai bis zum 7. Juni wird die Wittener Uni im Rahmen der „Aktionstage Nachhaltigkeit“, die vom studentischen Initiativ-Labor organisiert werden, Schauplatz eines weitgespannten Programms rund um Themen der nachhaltigen Entwicklung sein. Es reicht von Vorträgen zur gesellschaftlichen Transformation in eine nachhaltige Zukunft über konkrete Aktionen rund um nachhaltigen Konsum bis hin zu Workshops, in denen Raum ist für die Auseinandersetzung mit den persönlichen Zielen und dem eigenen Beitrag zu gesellschaftlicher Veränderung.

Die Aktionstage sollen Nachhaltigkeitsthemen aus unterschiedlichsten Blickwinkeln (Ökonomie, Soziales, Kultur und Ökologie) beleuchten und ihre Vielfalt erlebbar machen. Und vor allem sollen sie zeigen: Wir alle haben Einfluss und können unseren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten. Anlass der Veranstaltungsreihe ist die bundesweite Aktion „Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit“, die im Rahmen der Europäischen Nachhaltigkeitswoche stattfindet.

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Peter Hennicke – Die „große Transformation“ zur grünen und gerechten Ökonomie. Eine machbare Vision?

Zum Auftakt der Aktionstage Nachhaltigkeit spricht Peter Hennicke über notwendige gesellschaftliche Transformation hin zu einer grünen und gerechten, also nachhaltigen Ökonomie. Prof. Dr. Peter Hennicke, ehemaliger Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, Träger des Umweltpreises der Bundesstiftung Umwelt, Autor zu Themen der Energie-Wende, -Effizienz und -Wirtschaft wird als Auftakt der Reieh zum Thema „Nachhaltigkeit“ die Vorrausetzungen und Notwendigkeiten für eine Transformation der Wirtschaft beleuchten und welche Rolle Universitäten dabei spielen können.

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Studierende der Uni Witten/Herdecke sagen dem Verpackungsmüll den Kampf an

In Witten (Nordrhein-Westfalen) hat jetzt die „Füllbar“ eröffnet – ein Laden, in dem verpackungsfrei eingekauft werden kann. „Einmalverpackungen sind uns ein Gräuel“, sagt Katharina Lucas. „Schon die Produktion verbraucht große Mengen Erdöl und Energie. Die Kunststoffe sind nicht abbaubar, schlecht zu recyceln und richten in unserem Ökosystem große Schäden an.“ In den meisten Geschäften haben Kunden jedoch nicht die Möglichkeit, auf die Verpackung ihrer Lebensmittel oder Hygieneprodukte zu verzichten. „Das möchten wir ändern“, so Katharina Lucas, die wie die meisten des Füllbarteams an der Universität Witten/Herdecke (UW/H) studiert

Angeboten werden unverpackte Lebensmittel sowie Hygieneprodukte. Die Behälter bringen die Kunden selbst mit. Für Spontankäufe sind im Laden aber auch Gläser, Flaschen, Dosen und Beutel erhältlich. Abgewogen werden die Produkte vor Ort, so dass die Menge je nach Bedarf variiert. „So braucht auch niemand eine zu große Menge zu kaufen, die er eigentlich gar nicht benötigt“, erklärt die UW/H-Studentin. „Die Leute haben hier ein viel direkteres und bewussteres Einkaufserlebnis. Durch den unmittelbaren Kontakt und die eigene Entscheidung für die Menge bekommen die Produkte auch noch einmal einen ganz anderen Wert.“

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Dresden Nexus Conference 2017: Es kommt auf die Menschen an

Rund 400 Teilnehmende aus über 50 Ländern diskutierten auf der Dresden Nexus Conference (DNC2017), wie der nachhaltige Umgang mit Umweltressourcen durch verknüpfte Ansätze besser gelingen kann. Vom 17. bis 19. Mai hatten die Universität der Vereinten Nationen (UNU-FLORES), die Technische Universität Dresden (TUD) und das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) zur zweiten Auflage der Tagung in das Deutsche Hygiene-Museum Dresden eingeladen.

Im Fokus der DNC2017 stand die Frage, wie der Nexus-Ansatz zur Umsetzung der Ziele Nachhaltiger Entwicklung (SDGs) und der Neuen Urbanen Agenda der Vereinten Nationen beitragen kann und welche Rolle dabei Monitoring-Maßnahmen spielen. Beiträge aus Wissenschaft und Praxis bezogen sich dabei vor allem auf Beispiele multifunktionaler Landnutzung und die integrierte Ressourcen-Nutzung in Städten und stadtnahen Räumen, aber auch themenübergreifende Inhalte wurden diskutiert.

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ISOE Policy Brief zur Biodiversitätsforschung erschienen

Der Verlust der Artenvielfalt schreitet fort. Darauf soll auch der UN-Welttag für biologische Vielfalt am 22. Mai aufmerksam machen. Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass die Ursachen dafür vor allem in fehlendem oder unsicherem Wissen über die komplexen Verbindungen zwischen Natur und Gesellschaft liegen. Wissenschaftler empfehlen deshalb, die Biodiversitätsforschung stärker als bisher transdisziplinär auszurichten. Der aktuelle Policy Brief des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung greift dieses Thema auf.

Transdisziplinäre Biodiversitätsforschung: Empfehlungen für Forschungsgemeinschaft und Forschungspolitik

Innerhalb der Forschungsgemeinschaft, aber auch in der Forschungspolitik müssen daher Maßnahmen ergriffen werden, um die transdisziplinäre sozial-ökologische Biodiversitätsforschung zu stärken und zu etablieren. Dies betrifft zum einen die Forschungsgemeinschaft: Bisher wird die wissenschaftliche Leistung unter anderem über die Anzahl der wissenschaftlichen Publikationen bewertet. Dieses Anreizsystem muss für WissenschaftlerInnen, die transdisziplinär arbeiten, überdacht und angepasst werden. Denn transdisziplinäre Forschung erfordert einen höheren Aufwand für Kooperationen und gemeinschaftliches Arbeiten wie CO-Design, Co-Production und Co-Dissemination.

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Rohstoffwende Deutschland 2049: Agenda für die Umsetzung

Bericht des Öko-Instituts e. V. – Institut für angewandte Ökologie

In diesem Moment wird irgendwo in Lateinamerika mit Hilfe von Quecksilber Gold gewonnen – mit gravierenden Folgen für die Gesundheit der Menschen und die Umwelt. Irgendwo in Afrika kämpfen Warlords mit Kindersoldaten um das Mineral Coltan, das in unseren Mobiltelefonen verbaut ist. In China werden Seltene Erden gefördert, bei deren Aufbereitung radioaktive Schlämme zurückbleiben – häufig ohne sicheres Abfallkonzept. Dies geschieht auch, um den Rohstoffhunger in Deutschland zu befriedigen.
Wie der “Rohstoffabdruck“ Deutschlands verringert werden kann, zeigt das Öko-Institut in seinem Projekt „Rohstoffwende Deutschland 2049“.

Jetzt liegt der Abschlussbericht vor, in dem das Expertenteam des Instituts eine Agenda für die Umsetzung der Rohstoffwende bis zum Jahr 2049 aufstellt. Das Ziel: negative ökologische und soziale Auswirkungen der primären Rohstoffnachfrage in Deutschland und weltweit minimieren.

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Berliner Forum 2017: Nachhaltigkeit 4.0 – Digitalisierung als Chance für die SDGs?

Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen legt nicht nur konkrete Nachhaltigkeitsziele fest, sondern gibt auch einen klaren Zeithorizont vor. In gerade einmal 13 Jahren sollen die 17 Sustainable Development Goals (SDGs) erreicht sein. Angesichts der aktuellen weltpolitischen Lage und weiter bestehender Zielkonflikte erscheint dieser Zeitplan hoch ambitioniert. Am 22. Mai 2017 diskutierte ecosense – das Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft und Accenture Strategy mit hochrangigen Rednern und 400 Gästen inwieweit die Wirtschaft – vor allem mit digitalen Lösungen – die Umsetzung der Agenda 2030 beschleunigen kann.

econsense-Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Große Entrup eröffnete das Berliner Forum. Er betonte, dass zur Erreichung der Agenda 2030 der Weg zum Ziel entscheidend ist und es hierfür Unternehmen und ihre Innovationskraft braucht. Dabei kann Digitalisierung als Katalysator für eine nachhaltige Entwicklung neue Impulse setzen und Wege aufzeigen.

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Tagung »The Mediocene« untersucht Auswirkungen medialer Eingriffe auf Transformation der Erde

Vom 31. Mai bis 2. Juni 2017 veranstaltet das Internationale Kolleg für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie (IKKM) der Bauhaus-Universität Weimar die Tagung »The Mediocene«. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diskutieren im Festsaal des Goethehauses die Bedeutung medialer Eingriffe für die Gestalt und Gestaltung unseres Planeten und ergänzen so das Konzept des »Anthropozäns«.

Unter dem Stichwort »Anthropozän« sind in den letzten Jahren die tiefen Transformationen durch menschliche Eingriffe diskutiert worden, denen sich unser Planet ausgesetzt sieht. Klimawandel, die rapide Erhöhung des Kunststoffgehalts in den Meeren und massenhaftes Artensterben – um nur einige Beispiele zu nennen – haben die Welt für immer bis in ihre geologischen Tiefen verändert.
Der Begriff »Mediozän« greift diesen Befund auf und problematisiert ihn: In den Diskussionen um das Anthropozän spielen Medien eine nur untergeordnete Rolle. Doch Teleskop, Kartographie, Telegraphie und Satellitentechnik bis hin zu globalen Glasfasernetzwerken machen unseren Planeten erst vorstellbar, vermessbar, berechenbar, sichtbar und – wenn auch nur vermeintlich – kontrollier- und steuerbar.

Da Medien immer auch auf Energie, Rohstoffe wie etwa Kupfer und seltene Erden angewiesen sind und so auch zur globalen Abfallproduktion beitragen, transformieren sie den Planeten auch. Medien durchdringen demnach sowohl Kultur als auch Natur. Dies macht einen Perspektivenwechsel notwendig. Der Planet und die planetarischen Medien, die ihn gestalten und transformieren, sind nicht nur als Objekte zu begreifen, die dem Menschen zum freien Gebrauch zur Verfügung stehen. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen deshalb Medien als aktive und eigensinnige Faktoren der gegenwärtigen planetarischen Veränderungen.

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Internationales Zentrum für nachhaltige Chemie ISC3: Gemeinsam die Chemie der Zukunft gestalten

Mit einer internationalen Konferenz der DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V. in Berlin am 17. und 18. Mai 2017 und dem Thema „Mainstreaming Sustainable Chemistry“ ging das International Sustainable Chemistry Collaborative Center (ISC3) an den Start. Das Zentrum soll in der Chemie weltweit neues Denken, Innovationen, Kooperationen und Geschäftsmodelle anstoßen, um dem Konzept der nachhaltigen Chemie weltweit zum Durchbruch zu verhelfen, die Kreislaufwirtschaft voranzubringen und eine nachhaltige Ressourcennutzung zu bewirken.

Friedrich Barth, Managing Director des ISC3: ”Die Chemie steht vor der größten Herausforderung ihrer Geschichte: im Grunde genommen muss sie sich neu erfinden, um den Weg in die Kreislaufwirtschaft zu gehen. Dabei entstehen neue Geschäftschancen, neue Arbeitsplätze und die UN Nachhaltigkeitsziele können überall erreicht werden. Das ISC3 hat sich als Ziel gesetzt, diese Transformation mit allen Akteuren gemeinsam zu gestalten.“

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KURZ GEMELDET

Erfolge (er)finden? Innovationen in der Landwirtschaft des globalen Südens – Veranstaltung des Ökosozialen Forum Österreich
Save the Oceans – Stop Plastic Pollution! Grünes Bauhaus Ausstellung, UN, New York – Institut für Designforschung Weimar
Unseld Lecture über die Beziehung von Mensch und Natur – Der Soziologe und Philosoph Bruno Latour ist zu Gast an der Universität Tübingen

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Zusammenstellung: Manfred Ronzheimer

 

 

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